MundA - Gesellschaft für Mensch und Arbeit

 

Beratungsprogramm zur Vermeidung der Ausgliederung von gesundheitlich beeinträchtigten Mitarbeitern durch Maßnahmen der präventiven Rehabilitation

Ein Dienstleistungsangebot zur Erhaltung von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft 

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung

Durch rechtzeitig eingeleitete präventive und rehabilitative Maßnahmen wird die Ausgliederung gesundheitlich beeinträchtigter Mitarbeiter insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen vermieden.

In kleinen Unternehmen finden sich häufig Arbeitsbedingungen, die ergonomischen Regeln nicht oder nur unzureichend genügen. Langfristig ungünstige Belastungssituationen führen zu nachlassender Leistungsfähigkeit, vorzeitigem Verschleiß, krankheitsbedingten Ausfällen und letztlich nicht selten zur krankheitsbedingten Kündigung des betroffenen Beschäftigten. Präventive und rehabilitative Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft werden in der Regel wegen fehlender zeitlicher, personeller und finanzieller Ressourcen und wegen schlichter Unkenntnis nicht rechtzeitig eingeleitet. Die gesetzlich vorgeschriebene betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht verbreitet nicht oder nur in unzureichendem Umfang.

Im Rahmen des Projekts wurden gezielt Unternehmen angesprochen und Pilotberatungen durchgeführt. Schnell wurde klar, das Hauptproblem ist der Zugang zu den kleinen Unternehmen. Eine ausschließlich passiv angebotene Beratung wird unzureichend angenommen. Werbeaktionen, Veröffentlichungen in Verbandszeitschriften, Fachmagazinen und Tageszeitungen ergaben keinen oder nur einen sehr geringen Rücklauf. Im Gegensatz dazu hatten Telefonaktionen, bei denen Unternehmen die Beratung aktiv angeboten wurde, größeren Erfolg. Direktes Zugehen auf kleine Unternehmen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Zuge der Sensibilisierung für das Thema Prävention und Rehabilitation.

Auf diesem Weg konnten z. B. in einem druckweiterverarbeitenden Betrieb, in dem bislang ungefördert mehrere schwerbehinderte Mitarbeiter beschäftigt sind, Arbeitsanforderungen analysiert, Gespräche mit dem Unternehmer und seinen Mitarbeitern geführt, Kontakt zur örtlichen Fürsorgestelle hergestellt und Gestaltungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden. Der Unternehmer erhielt finanzielle Leistungen und die Arbeitsbelastungen der Beschäftigten konnten deutlich gesenkt werden.